Booster mit DMAA (Jack3d)

Viele fragen sich, ob die Einnahme von Boostern gesundheitlich wirklich unbedenklich ist und diese Frage ist gar nicht mal so unberechtigt. So gab es bis zum EU-weiten Verkaufsverbot im Jahr 2012 einige Booster mit krassen potentiellen Nebenwirkungen. Allen voran Jack3d, von dem du vielleicht schon gehört hast. Doch was war an diesen Boostern so besonders?

DMAA – Die verbotene Substanz

Viele Bodybuilder schwärmten von Jack3d (USP Labs) und zunächst wusste niemand so genau, warum dieser Booster so viel besser war als alle anderen. 2010 wurde Jack3d von der Welt-Anti-Doping-Agentur als Dopingmittel eingestuft.

dmaa jack3d trainingsbooster

Grund für all das war der umstrittene, aber wirksame Stoff 1,3-Dimethyamylamin, kurz DMAA, auch bekannt als Methylhexanamin. Dabei handelt es sich um eine Substanz aus der Gruppe der Amine, die vor allem verwendet wird, um die Leistung beim Kraftsport kurzzeitig zu erhöhen. Eigentlich war DMAA Bestandteil des Arzneimittels Forthan, das ein Abschwellen der Nasenschleimheut bewirken sollte. Forthan wurde 1983 vom Markt genommen.

Als sog. „Indirektes Sympathomimetikum“ bewirkt DMAA:

  • eine Erhöhung des Blutdrucks und der Herzfrequenz
  • eine Erweiterung der Atemwege
  • eine allgemeine Leistungssteigerung
  • einen erhöhten Metabolismus
  • Euphorie
  • sowie eine Appetithemmung

Um mal zu verdeutlichen, dass mit solchen Substanzen nicht zu spaßen ist – ein weiteres Mitglied der Gruppe der Symphatomimetika ist MDMA (auch: Ecstasy). DMAA wurde mittlerweile auch direkt in diversen Partydrogen nachgewiesen.

Laut Wikipedia kommt es durch DMAA-enthaltende Nahrungsmittel jährlich zu etwa 300 Dopingfällen. Bei den olympischen Spielen 2014 in Sotschi wurde bei der deutschen Biathletin Evi Sachenbacher-Stehle DMAA nachgewiesen. Immer noch gibt es viele Bodybuilder, die Jack3d nutzen. Die oben genannten, amphetaminähnlichen Wirkungen sind natürlich alle zunächst vorteilhaft für das Training, allerdings heißt es nicht umsonst: „Keine Wirkung ohne Nebenwirkung!“

Die bei der Einnahme von 1,3-Dimethylamylamin gar nicht mal so selten auftretenden Nebenwirkungen sind:

  • Depressionen
  • Herz-Kreislauf-Probleme
  • Schlaflosigkeit
  • Antriebslosigkeit
  • Kopfschmerzen
  • Bluthochdruck

Keine besonders schöne Liste oder? Des Weiteren wurden bereits mehrere Todesfälle mit DMAA in Verbindung gebracht. Sein Leben riskieren, um kurzzeitig mehr Leistung zu bringen? Lieber nicht!

USP Labs hat natürlich reagiert und mit dem „Jack3d Advanced“ einen DMAA-freien Booster auf den Markt gebracht, für den es herbe Kritik regnete, weil er plötzlich „nur“ noch so stark wie andere Booster war. Andere Booster, in denen DMAA enthalten war, sind Craze (alter Version) und APS Mesomorph.

Einen sehr ausführlichen Artikel zum alten Jack3d findest du hier.

Jack3d/DMAA nehmen oder nicht?

Unserer Meinung nach lohnt es sich für den Hobbysportler auf gar keinen Fall zu DMAA zu greifen. Die hier vorgestellten Pre-Workout-Supplemente haben auch allesamt ausgeklügelte Rezepturen und ihre Wirkung ist völlig ausreichend. Außerdem ist der Einfluss, den Booster im Endeffekt auf das Muskelwachstum haben, sowieso nicht so groß, dass es sich lohnen würde, seine Gesundheit dafür auf’s Spiel zu setzen.

Bei Leistungssportlern, die auf den Punkt genau maximale Leistung erbringen müssen und eventuell mit dem Sport ihr Geld verdienen, mag das anders aussehen. Zu beachten ist allerdings immer auch, dass DMAA illegal ist und die Beschaffung schon mit Stress verbunden ist. Man kann nie genau wissen, ob das, was man da gerade auf dem Schwarzmarkt gekauft hat, wirklich das ist, was man kaufen wollte. Also: Finger weg!

Und wer sich nun fragt, ob DMBA, auch bekannt als AMP Citrat, eine gute Alternative zu DMAA darstellt, dem sei gesagt, dass wir auch dazu einen Artikel in Planung haben, der demnächst das Licht der Welt erblicken wird. Spoiler-Alarm: Ist es nicht! 😉

 

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