Booster ohne Koffein – macht das Sinn?

booster ohne koffein

Viele Sportler vertragen kein Koffein oder wollen es nicht benutzen, weil sie abends oder am späten Nachmittag trainieren. Wenn man vor einem späten Training noch einen Booster mit viel Stimulanzien zu sich nimmt, hat das bekanntermaßen negative Auswirkungen auf die Schlafqualität. Schlechter Schlaf bringt auch eine schlechtere Regeneration mit sich, was dazu führt, dass Muskelaufbau-Potential verschenkt wird, denn ausreichend Schlaf (Dauer und Qualität) ist eine der wichtigsten Voraussetzungen für Muskelaufbau. Man sollte sich also überlegen ob es sich wirklich lohnt, vor einem Training am Abend noch ein Supplement mit Koffein zu verwenden. Einige Studien kommen sogar zu der Schlussfolgerung, dass Koffein bis zu 8 Stunden im Körper wirkt – dann könnte man bei hoher Koffein-Sensibilität nichtmal bei einem Training am Nachmittag Koffein zu sich nehmen, wenn man Wert auf guten Schlaf legt.

Wie lange man vor dem Schlafen kein Koffein mehr konsumieren sollte, ist aber natürlich von einer Vielzahl von Faktoren abhängig, wie zum Beispiel, ob man schon an Koffein gewöhnt ist, ob man raucht, wie viel Koffein man konsumiert, wie viel man wiegt etc. Einige Leute können problemlos 2 Stunden vor dem Schlafengehen noch einen Kaffee trinken, andere wiederum bekommen sogar mit 6 Stunden Abstand Probleme.

 

Wer sehr spät trainiert und mit Koffein überhaupt nicht klarkommt (auch gesundheitliche Gründe können gegen Koffein-Konsum sprechen), sollte also lieber auf Koffein verzichten. Denn wenn man zwar ein gutes Training hatte, danach aber nur wenig oder schlecht schlafen kann, hat man auch nichts gewonnen. Doch macht ein Booster dann überhaupt noch Sinn? Wer unseren Inhaltsstoffe-Ratgeber gelesen hat, wird die Antwort schon kennen: Ja, ein Booster funktioniert auch ohne Koffein!

tunnelblick_2.1

Allerdings sollte man dann deutlich weniger Wirkung erwarten, denn Koffein ist zugegebenermaßen die Booster-Zutat, die mit Abstand am stärksten wirkt. Es trägt am meisten von allen Wirkstoffen zu einer zu einem gesteigerten mentalen Fokus und mehr Wachheit bei. Nur auf den Pump hat es keine Wirkung. Wer schon mal den Tunnelblick 2.1 probiert hat, weiß wie stark Koffein wirken kann – darin sind nämlich stolze 400mg pro Portion enthalten. Koffein nicht vor dem Training zu nehmen hat sogar einen kleinen Vorteil: man muss keinen „Koffein-Crash“ erwarten.

 

Ein Booster mit Beta Alanin, Creatin, L-Citrullin-Malat, L-Arginin und Co ist immer noch deutlich besser als gar nichts. Mit L-Citrullin-Malat und L-Arginin erreicht man immer noch einen maximalen Pump und Beta Alanin und Creatin sorgen für mehr Kraft beziehungsweise Kraftausdauer. Wie man sich so einen Booster relativ günstig selber mixen kann erfahrt ihr auf unserer Seite zum Thema Selfmade-Booster.

 

Wer lieber auf ein fertiges Supplement zurückgreifen möchte, hat leider nicht sehr viel Auswahl, denn gute Booster ohne Stimulanzien sind eher Mangelware. Oft werden einfach die restlichen Inhaltsstoffe in zu niedriger Dosierung zusammengepanscht und das Koffein weggelassen. Empfehlenswert ist zum Beispiel der Vasodilator von PEAK. Der Name kommt von Vasodilatation, was grob übersetzt „Weiten der Blutgefäße und Erhöhung der Durchblutung“ bedeutet.  Und der Name ist Programm, denn Arginin und Citrullin sind in hohen Dosen vorhanden, sodass man sich um den Pump keine Sorgen machen muss. Ansonsten enthält er BCAAs, Beta Alanin und Carnosin, während Koffein und Creatin gar nicht und Kohlenhydrate nur in sehr niedriger Menge enthalten sind.

Ein zweiter sehr guter, koffeinfreier Booster ist der N.O.-Xplode, den es ja in der normalen Variante auch in unser Ranking geschafft hat.

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